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MRSC GUNSKIRCHEN
  Techniker Norbert „WayneGardner „ Weingartner aufbauen zu lassen. Obwohl sich die FZ 750 in den letzten Jahren sehr verlässlich präsentiert hatte, hat eine redundante Maschine unter anderem den Vorteil, dass man unterschiedlichen Setups fahren kann und, wir wollen es nicht hoffen, ein technischer Defekt oder ein Abflug auf der Strecke nicht zwingend die Heimreise bedeuten muss und man wichtige Punkte in der Meisterschaft liegen lässt. Das Ziel war klar definiert! Die bewährten Komponenten aus der Vergangenheit sollten wieder zum Einsatz kommen und die identifizierten Schwächen der 2018 Rennmaschine ausgemerzt bzw. verbessert werden. So haben wir eine stärkere Gabel der FZR600 (41mm anstatt 39mm Holmdurchmesser), den neueren Rahmen der 2KK anstatt der 1FN verwendet, dadurch bessere Variabilität der Anlenkung vom hinteren Federbein, elektronische Zündung, Kopf bearbeitet und dadurch die Verdichtung leicht erhöht, geänderte Sitzposition, wieder zurück von der 6-Kolben auf eine 4-Kolben Vorderbremse (wer bremst verliert!), Auspuffanlage mit DB Killer (Umweltauflegen werden immer strikter!), und, und, und. Gleichzeitig hat sich Norbert auch noch die 2018er FZ vorgenommen, aber aus der geplanten kleinen Inspektion, wurde doch ein größeres Projekt, da schnell klar wurde, dass der Motor doch arg unter meiner Fahrweise gelitten hatte. Die einzelnen Zylinder hatten nur mehr 10, 6, 7, 5 Bar Kompression anstatt 11bar und das Getriebe hatte auch schon bessere Tage gesehen. Die Entscheidung fiel schnell auf eine dritte FZ, die uns ab sofort als Teileträger dienen soll. Hier nochmal ein ganz großes Dankeschön an Norbert, denn ohne ihn hätte ich jetzt im März nie an den Start gehen können! Da vor dem ersten Rennen kein Rollout mehr möglich war, hatten wir uns entschieden, beide Maschinen zum ersten Rennen der Classic Superbike Challenge 2019 am Pannoniaring mitzunehmen und es war die richtige Entscheidung. Die Rennstrecke präsentierte sich im perfekten Zustand und das Wetter hatte die Bezeichnung „Kaiser“ wirklich verdient. 20°C, wolkenlos und das am 24.März ist schon ein Glücksfall. Es war angerichtet! Das erste Training war gleichzeitig das Rollout. Wir hatten die Drehzahl noch bis 10.000 U/min begrenzt um den Motor zu schonen und das Ziel war ein Gefühl für die neue Maschine zu kriegen. Was soll ich sagen, ich war von Anfang an begeistert! Alle Änderungen haben bestens funktioniert, das Gefühl fürs Vorderrad war durch die neue Gabel hervorragend, die Bremse sehr gut zu dosieren und absolut ausreichend, alles perfekt, fast perfekt…. Leider musste ich feststellen, dass der Motor in den höheren Gängen nur bis 9.000 Touren drehte und ich dadurch auf den Geraden keinen Topspeed hatte. Wir haben uns sofort auf die Ursachenforschung konzentriert und Norbert hat versucht über die Zündungseinstellungen das Problem in den Griff zu kriegen. Die Idee der kürzeren Übersetzung oder des Gemisch fetter zu gestalten kam uns auch in den Sinn, doch leider hatten wir den größeren Zahnkranz und die größeren Düsen zuhause gelassen. Da wir die beiden Trainings dafür verwendet hatten,  die neue Maschine noch hinzubekommen, haben wir kurzerhand die alte FZ fürs Qualifying zum Einsatz gebracht und sie gleich mit einer 2:17er Zeit auf Poleposition gesetzt, noch vor meinem alten Rivalen vom Vorjahr, Herbert Vogl, obwohl der in der stärkeren Klasse, Classic Open, startet. Dann kam das Rennen und obwohl ich es eigentlich locker angehen wollte, war ich aufgrund der Pole schon ein bißchen angespannt. Ich habe mich aber dann an die letzte Saison und meine guten Starts erinnert und so meine Strategie festgelegt: Perfekter Start und möglichst viele Classic Open Piloten zwischen mich und meine Verfolger bringen. Guter Plan, schlechte Ausführung! Natürlich habe ich dann den Start versemmelt und ich musste mich schon in der ersten Kurve hart durchsetzen, um nicht die Führung zu verlieren. Ich kam dann aber schnell in einen Flow und konnte gut mit den Classic Open Fahrern mithalten. Ich konnte dann den einen und anderen Angriff abwehren und letztendlich meine Führung bis ins Ziel behaupten und so das ersten Rennen der Classic Superbike Challenge 2019 für mich entscheiden und stolz die gelb-schwarzen Clubfarben des MRSC Gunskirchen auf dem Podest präsentieren. Viele motorsportliche Grüße, Euer Christian #4
24.3.2019 Classic SBK Challenge 2019 – Pannoniaring