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AKTUELLES
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MRSC GUNSKIRCHEN
Der Ulster Grand Prix ist ein Fest für Motorradbegeisterte. Christoph, Dieter und ich fuhren am 07.08.2018 morgens zum Münchner Flughafen und flogen nach Dublin. Weiter fuhr ich mit dem Auto nach Belfast in Nordirland zur Unterkunft. Der Grund der sechstägigen Reise ist Christopher Eder, ein Clubkollege und internationaler Rennfahrer vom MRSC Gunskirchen, der mit seiner KTM 125ccm FRR den Ulster GP bestreitet. 2017 fuhr Christopher auf den Dundrod Circuit das erste Mal und erreichte den 7. Platz und wurde Bester nicht Nordirländer. Er schaffte das zweitbeste Ergebnis eines Österreichers beim Ulster GP, bester Österreicher und Sieger war 1954 auf einer NSU 125ccm Rennfox „Blauwal“ Rupert Hollaus, der in der Klasse und in dem Jahr Straßenweltmeister, sowie in der 250ccm Klasse Vize- Weltmeister wurde. Die Rennstrecke ist gut 20 Km von Belfast entfernt und wird seit 1953 auf dem 11,910 Km langen und legendären Rundkurs ausgetragen. Beim Ulster Grand Prix am Samstag finden 7 Rennen der Klassen Superstock, 600 Supersport, Ultra Lightweight und Lightweight, Superbike, 600 Supersport, Supertwin und Superbike statt. Am Donnerstag den 09.08. ist das Dundrod 150 auf demselben Kurs, da werden 4 Rennen der Klassen 600 Supersport, 650 Supertwin, Ultra Lightweight und Lightweight, sowie Superbike gefahren. Nachdem wir unser Miethaus bezogen haben, fuhren wir zur Rennstrecke und machten gleich eine Besichtigungsrunde. Der Rundkurs hat es in sich, eine Berg- und Talbahn mit vielen Mutkurven. Für die Mittwoch Trainings haben wir ein interessantes Platzerl gefunden, beim Leatemstown Corner gibt es Naturtribünen, einen Grandstand, Parkplatz, Verpflegung und eine Linksrechts Kombination. Im Fahrerlager angekommen, besuchten wir Christopher Eder und seine gute Seele Veronika. Bei Kaffee und Kuchen erklärte er uns die 7,4 Meilen und 25 Kurven aus seiner Sicht, auch das die Streckenkenntnis vom Vorjahr mit ein paar Trainings und 2 Rennen gegenüber den Einheimischen noch nicht so gut ist. Ich spürte, dass Christopher schon ganz heiß auf den Ritt mit seinem orangen Zweitakter durch die Grafschaft Antrim war. Wir erlebten so richtiges nordirisches Wetter, Sonne, Regen, Wind und Temperaturen von 8 bis 20 Grad. Die zwei Trainingsläufe am Mittwoch verliefen für Christopher sehr zufriedenstellend, er ist mit seiner 125ccm KTM auf Stockerlkurs in der Ultra Lightweight 125ccm Klasse unterwegs gewesen. Am Donnerstagvormittag beim Warmup hat man schon gesehen, dass mit ihm zu rechnen ist. Nach der britischen Hymne erfolgte der Start der 600 Supersport, nach einer Runde wurde das Rennen wegen Regen abgebrochen. Alles verzögerte sich, Christophs Start wäre um 15.30 Uhr gewesen, gestartet wurde um 19.45. Christopher erkundigte sich telefonisch bei Dieter unserem Ducati Racer über den Straßenzustand wegen der Reifenwahl. Endlich der Start der Lightweight und Ultra Lightweight Klasse, Christopher kam in der ersten Runde als fünfter bei mir vorbei, in seinem Schlepptau der Deutsche Chris Meyer auf Honda. Ab der zweiten Runde war Christopher auf Podiumskurs bis zur letzten Runde, wo er im Wheelers Corner einen Highsider hatte und stürzte. Diese Kurve wird im 4 Gang voll genommen, Meyer konnte der KTM nicht mehr ausweichen und stürzte ebenfalls. Telefonisch standen wir mit Veronika in Verbindung und waren froh, dass es Christopher soso lala ging. Am nächsten Tag besuchten wir unseren Clubkollegen, Helm und Rennleder waren zum Entsorgen, das Motorrad eine richtige Baustelle. Christopher ein wirklich harter H..d, man sah, dass er sich kaum rühren konnte, weil die Prellungen voll schmerzten, setzte sich zu uns und erzählte, auch vom möglichen Stockerlplatz . Ganz wichtig, dass auch Chris Meyer nur mit Prellungen davonkam, er startete am Samstag. Am Abend hat uns der KTM Pilot anrufen und uns den Grund des Sturzes mitteilt, trotz starker Schmerzen hat er den Motor aufgemacht, Diagnose „Kolbenklemmer“. Nächstes Jahr möchte der österreichische Top Pilot Christopher Eder wieder beim Ulster Grand Prix starten. Anschließend war Kulturprogramm angesagt, wir besuchten das Titanic Museum und dann fuhren wir 80 Meilen nach Ballymoney zu Joy Dunlops Pub, wo es gemütlich und sehenswert ist. Am Samstag war das Wetter nicht anders und einheimische Motorradfahrer sagten mir, dass es spätesten um 16.00 regnet, was auch richtig war. Es gab bei den Rennen viele Unterbrechungen wegen Stürze. Für mich ist der Dundrod Circuit eine sehr anspruchsvolle Strecke und erinnert mich an frühere Strecken wie Grossraming, Zeillern bei Amstetten oder wie 01./02. September 2018 der Oldtimer Grand Prix von Schwanenstadt. Leider starteten in den ganzen Klassen nur zwei italienische Motorräder, die Marke Paton in der 650 Supertwin Klasse. Ergebnisse sind unter www.ukclubsport.com/results-ulster-grand-prix-2018 ersichtlich. Mit motorsportlichen Grüßen Erich Müllegger
Bericht von Müllegger Erich